Sprache ist mächtig? Schon ein kleines Wort macht einen großen Unterschied?

Beim Lesen und Zuhören habe ich oft den Eindruck, dass viele Menschen die Sprache, die sie verwenden, nicht wichtig nehmen. Zumindest nicht wirklich. Anders kann ich mir nicht erklären, wie manche Sätze, Absätze, ja ganze Texte so unbedacht veröffentlicht werden.

Ich bin über die Beschäftigung mit Sprache zum Buchschreiben (genauer Self Publishing) gekommen. Die Sprache als Mittel des Denkens, Sprechens, Schreibens, Kommunizieren fasziniert mich seit langem.
Vielleicht kommt mein Interesse am feinen und wirksamen Spiel mit der Sprache aus den Jahren meines Übersetzens, auf jeden Fall habe ich sie durch meine Ausbildungen in Dialektik, NLP und hypnotischen Sprachmustern und der Arbeit damit geschärft.

Sprache ist mir deswegen so wichtig, weil ich ihre Macht und Wirksamkeit täglich aufs Neue beobachte. In Gesprächen, in Social-Media-Posts, in Blogartikeln, Videos und Büchern.
Gleichzeitig fällt mir auf, dass viele Menschen sich der starken Wirkung ihrer Worte auf sich selbst und andere noch nicht bewusst sind, bzw. sie Sprache noch nicht bewusst und anders-als-bewusst optimal für sich nutzen.

Für mich ist das heute ein Anlass einen Auszug aus meinem ersten Buch »be wonderful! Emotional erfolgreich mit angewandtem NLP« mit dir zu teilen, in dem ich genau über dieses Phänomen schreibe und dir eine Übung schenke, mit der du die Macht der Sprache gleich selbst in der Praxis testest.

Auszug aus »be wonderful! Emotional erfolgreich mit angewandtem NLP«

Die Macht der Sprache - angewandtes NLPDie Macht der Sprache

Wie wäre es, falls ich mit der Aussage begänne: »Sprache schafft Wirklichkeit.«

Es gibt viele Gelegenheiten die Richtigkeit festzustellen und Sie werden bemerkt haben: In diesem kurzen Satz steckt ein mächtiges Instrument zur schnellen Veränderung. Mit der Sprache, die Sie verwenden, gestalten Sie Ihre Wirklichkeit.
Sie probieren das ganz einfach aus: Denken Sie an einen möglichen Urlaub, ein schönes Wochenende und testen Sie, um wie viel anders sich die Aussicht darauf anfühlt, je nachdem, welche Wörter Sie dabei denken und innerlich oder laut sagen.

Nächstes Wochenende könnte ich einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende kann ich einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende würde ich gerne einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende mache ich vielleicht einen schönen Ausflug.
Nächstes Wochenende mache ich einen Ausflug, der vielleicht schön wird.
Nächstes Wochenende soll ich einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende muss ich einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende sollte ich einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende müsste ich einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende will ich einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende werde ich einen schönen Ausflug machen.
Nächstes Wochenende mache ich einen schönen Ausflug.

Sie spüren den Unterschied! Vielleicht haben Sie bemerkt, wie der Ausflug näher kommt oder sich entfernt, je nachdem, welche Worte Sie verwenden. Wir nennen diese kleinen Wörter Modaloperatoren … und sie machen einen großen Unterschied in Ihrem Leben aus!

Es ist faszinierend festzustellen, wie individuell die Wirkung der einzelnen Modaloperatoren ist. Es ist eine hervorragende Idee, dass Sie jetzt für sich herausfinden, mit welchen Modaloperatoren Sie am besten ins Handeln kommen.

Ein anderes Wort, das viele Menschen häufig im Alltag verwendeten, ist: »man«!

Das kann man ja nicht machen. Das macht man eben so. Da muss man eben durch. Da fühlt man sich einfach so …

Die Liste könnte beliebig verlängert werden. Was immer gleich bleibt, ist, dass ich, dass Sie in dem Satz gar nicht vorkommen! Und sobald Sie genau hinschauen, stellen Sie fest, dass es sich so gut wie immer um einschränkende Sätze gehandelt hat.

Probieren Sie es aus! Schenken Sie sich einen Tag, an dem Sie »man« aus Ihrem Wortschatz streichen und fragen Sie sich jedes Mal, wen Sie in Wirklichkeit meinen – denn diesen »man« gibt es gar nicht als reale Person!!!

Ein weiteres sprachliches Geschenk, das Sie sich machen, ist: aktiv statt passiv.

Statt: Das wird so gemacht – das mache ich so
Statt: Das wird schon seit jeher gesagt – das sagt Herr Meier seit 2 Wochen
Statt: Das Essen ist fertig – ich habe das Essen fertig gemacht

Ich weiß nicht, wie überrascht Sie über die neuen Möglichkeiten sind, die Sie sich für sich geöffnet haben, seit Sie sich mehr Genauigkeit in der Sprache geschenkt haben.

Und: Überlegen Sie einmal, ob Sie wirklich nur Männer ansprechen wollen!

Falls nicht, dann nehmen Sie die weibliche Form in ihre Sprache auf! Auch hier gilt: Der Versuch macht Sie sicher! Falls Sie daran zweifeln, verwenden Sie doch für einen Tag – nein, ich denke eine Stunde reicht – nur die weibliche Form und wundern sich über die Reaktionen!

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Sprache und Sie überraschen sich selbst! Sie haben schon bemerkt, Sie bestimmen so immer mehr von Ihrer Wirklichkeit selbst, schenken sich damit Selbstbewusstsein, sind erfolgreicher und beschleunigen Ihre Veränderung und Entwicklung – hin zu einem wunderbaren Leben!

be wonderful!

Ende Auszug aus »be wonderful! Emotional erfolgreich mit angewandtem NLP«

Ja, es sind wirklich oft kleine Worte, die einen großen Unterschied machen und gerade für Menschen – wie dich? – die ständig in der einen oder anderen Form auch beruflich mit Sprache zu tun haben, lohnt es sich der eigenen Sprache Genauigkeit zu schenken.

Das ist eine Investition, die sich sehr schnell bezahlt macht – und zwar auf vielen Ebenen!

Wie genau bist du mit deiner Sprache?

Achtest du bewusst darauf, welche Worte, Phrasen, Konstruktionen du oft verwendest?

Was sind deine Erfahrungen mit der Macht der Sprache?

Schreibe mir in einem Kommentar, wie du mit dieser Macht umgehst!

Ich wünsche dir viel Erfolg auf allen Wegen –
be wonderful!

Tom