Affiliate-Marketing als Chance, gerade für Selfpublishing-Autoren und –autorinnen oder doch Spam und unsaubere Praktiken?

Am Affiliate-Marketing scheiden sich nicht nur die Geister. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Für die einen ist ein Mix aus Marktschreierei und undurchsichtigen Geschäftsmodellen, die anderen erzielen substantiellen Zusatzeinnahmen und für die dritten ist es ihr ausschließliches Geschäftsmodell.

In dieser Folge des Mission Bestseller Selfpublishing-Podcast beleuchte ich Affiliate-Marketing aus verschiedenen Perspektiven und teile meine – guten, wie schlechten – Erfahrungen mit dir. Ich räume dabei mit einigen Mythen rund um Partnerprogramme und Affiliate-Marketing auf und lade dich ein zu einem Blick hinter die Kulissen.

Das wartet in dieser Folge auf dich:

  • Mythos #1: Wer Affiliates hat, muss nicht mehr selbst verkaufen.
  • Mythos #2: Als Affiliate verkaufen sich Produkte von selbst, ich habe passives Einkommen.
  • Mythos #3: Als Affiliate kann ich kein Geld verdienen.
  • Mythos #4: Affiliate-Marketing ist ein undurchsichtiges Geschäft.
  • Mythos #5: Als Affiliate habe ich weniger Verantwortung für die Qualität der Produkte, die ich verkaufe.

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Mythos #1: Wer Affiliates hat, muss nicht mehr selbst verkaufen.

Wer sich ein Partnerprogramm zulegt, um selbst nicht mehr verkaufen zu müssen, ist auf dem Holzweg.

Handschlag beim VerkaufDas einzige, was sich mit einem Affiliate-Programm ändert, ist die Zielgruppe an die du verkaufst. Du verkaufst dann nicht mehr (nur) an deine eigene Zielgruppe, sondern an die Affiliates.

Das mag sich anders anfühlen, ist aber immer noch verkaufen und nicht weniger Arbeit.

Ein eigenes Affiliate-Programm solltest du dir nur dann zulegen, wenn du gerne mit anderen teilst und deine Reichweite gezielt erhöhen willst. Nur dann lohnt sich der Aufwand.

Der Aufwand ist weniger das Einrichten des Partnerprogramms und die Abrechnung – das geht mit digistore24 mit wenigen Klicks in ein paar Minuten.

Der Aufwand stammt vor allem aus der Beziehung zu deinen Partnerinnen und Partner. Du musst Werbematerial für sie bereitstellen, du musst aktive an ihnen dranbleiben, dir überlegen, wie du ihnen helfen kannst deine Produkte an „ihre“ Leute zu verkaufen. (Ich glaube ja, dass die meisten, die Partnerprogramme ablehnen nicht teilen wollen und ihnen diese Arbeit zu viel ist. Die öffentlichen Argumente, die meist auf Mythos #4 basieren, sind oft Schall und Rauch).

Banner, Werbetexte, Videos … damit dein Affiliate-Marketing läuft, musst du dich richtig ins Zeug legen.

Mythos #2: Als Affiliate verkaufen sich Produkte von selbst, ich habe passives Einkommen

Hier gilt es zu differenzieren. Als Autor oder Autorin bietet dir das Amazon-Partnerprogramm eine wirklich einfache Möglichkeit mit ganz wenig Mehraufwand zusätzliche Einnahmen zu generieren. Du machst in dem Fall nichts anderes als deinen Affiliate-Link zu verwenden, um die Menschen zu deinem Buch auf Amazon zu schicken. (Ich habe zum Amazon-Partnerprogramm schon einen Artikel geschrieben https://mission-bestseller.com/self-publishing-amazon-links-und-das-amazon-partnerprogramm) Kaufen sie dann in dieser Session, erhältst du für alle Käufe, die sie bei diesem Besuch machen eine Provision. Nicht nur für die Bücher, sondern auch für andere Produkte, wie einen Bildschirm oder Kleidung. Das kann sich lohnen. J

Wenn du hingegen als Affiliate ein bestimmtes Produkt oder Programm verkaufst, dann ist das mit gleich viel oder mehr Arbeit verbunden, als wenn du eigene Produkte oder Programme verkaufst.

Du musst nämlich das Vertrauen, das Menschen in dich haben, auf andere Personen und ihre Produkte und Dienstleistungen übertragen.

Und das geschieht nicht von selbst, sondern ist Ergebnis deiner Arbeit.

Für manche mag es psychologisch leichter sein, für jemand anders zu verkaufen, als für sich selbst. Damit hat es sich also schon.

Die große Ersparnis für dich liegt darin, dass du die Produkte selbst nicht entwickeln, die Programme nicht selbst leiten musst.

Ich mag diese Art von Marketing. Für Menschen, denen ich vertraue, deren Produkte und Dienstleistungen ich kenne und schätze bin ich mit großer Begeisterung Affiliate. Die InspiCon von Katrin Linzbach und Marit Alke ist ein Beispiel, Thomas Mangolds Selbstmanagement-Plattform Selbstmanagement.Rocks ein anderes.

Da freue ich mich über jeden Verkauf, nicht nur, weil ich mitverdiene, sondern vor allem, weil ich weiß, dass da richtig coole Produkte auf die Käuferinnen und Käufer warten, die ihnen praktischen Nutzen bringen.

Mythos #3: Als Affiliate kann ich kein Geld verdienen

Münzen und GeldscheineDas stimmt definitiv nicht. Ich verdiene mit Affiliate-Marketing seit Jahren Geld. In manchen Monaten nur ein paar Euro, in manchen Monaten ein paar hundert Euro. Und für mich ist das eine absolute Nebenerscheinung in meinem Portfolio. Bücher, Schreib-Bootcamps, der Mission-Bestseller-Club und 1:1 Buchmentoring ist mein Kerngeschäft.

Beim Amazon-Partnerprogramm ist es wirklich nur die Frage, ob du eine Nebeneinnahme haben willst oder nicht. Wenn du größere Produkte verkaufst, können die Einnahmen naturgemäß steigen, dein Aufwand steigt allerdings sicherlich mit.

Bei Selbstlernkursen ist eine Provision von 50 % nicht ungewöhnlich, bei betreuten Kursen und anderen Programmen sind 30 % ein fairer Anteil. Da kann schon eine ansehnliche Summe zusammenkommen.

Vielleicht hast du ein Programm von jemand anders, von dem du selbst profitiert hast und das für deine Zielgruppe geeignet ist? Frag doch einmal, vielleicht gibt es ein Affiliate-Programm und du kannst mitverdienen.

Ich mache das. Nicht, um zu entscheiden, ob ich ein Produkt empfehle oder nicht, sondern weil ich gerne teile und auch gerne mitpartizipiere.

Nur wer fragt, kann ein Ja bekommen.

Mythos #4: Affiliate-Marketing ist ein undurchsichtiges Geschäft

Das ist eine grobe Verallgemeinerung. Ich glaube, der schlechte Ruf, den Affiliate-Marketing in manchen Kreisen hat, kommt daher, dass es mit der „Schnell-im-Internet-reich-werden“ Branche gleichgesetzt wird.

Das ist Unsinn. Es gibt in diesem Bereich viele unsaubere = undurchsichtig und unehrliche Geschäftsmodelle. Von Pyramidenspielen, die in vielfältiger Verkleidung auftreten – Network-Marketing, Bitcoin & Co, „Coaching“-Ausbildungen, … – über Online-Programme, die Versprechen abgeben, die sie nicht einhalten (können). Das hat mit Affiliate-Marketing an sich nichts zu tun, dieser Programme haben nur in der Regel auch Partnerprogramme.

So etwas zu verkaufen, egal ob als Anbieter oder Affiliate, kann dir schwer auf den Kopf fallen. Die unzufriedenen Kundinnen und Kunden sind garantiert!

An sich gibt es wenig Geschäftsmodelle, die so transparent sind, wie Affiliate-Marketing. Die Abrechnung läuft automatisiert, du siehst, was du verkaufst und wieviel du verdienst.

Der Unterschied liegt in der Qualität der Programme selbst. Ob mit oder ohne Partnerprogramm sagt mehr über die Großzügigkeit der Anbieter aus, als über die Durchsichtigkeit ihres Geschäftsmodells.

Mythos #5: Als Affiliate habe ich weniger Verantwortung für die Qualität der Produkte, die ich verkaufe

Verantwortung symbolisiert durch Baum in HandDas ist ein Trugschluss. Du hast es bei den anderen Mythen schon zwischen den Zeilen gelesen. Wenn du als Affiliate ein Produkt verkauft, dann ist es dein guter Name, den du einsetzt. (Ich spreche hier nicht vom Amazon-Partnerprogramm, sondern vom direkten Verkauf von Produkten und Programmen.)

Besonders tückisch finde ich hier die Situation, wo Menschen selbst in 1:1 oder anderen Premium-Programmen sind und mit ihren Erfolgen aus dieser Arbeit preislich günstigere Produkte ihrer Coaches und Mentorinnen verkaufen.

Auch da sind Enttäuschungen und unzufriedene Käufer und Käuferinnen vorprogrammiert.

Du musst als redlicher Affiliate das Produkt, das du verkaufst selbst kennen. Sonst bist du immer auf dünnem Eis unterwegs.

Auch bei Menschen, die ich schätze und kenne, schaue ich mir das Produkt erst selbst an, bevor ich es als Partner empfehle. Und nur, wenn es auch von innen gut ausschaut, mach ich es.

Zu sagen, hey der X oder die Y hat grad was am Start, schau dir das an, hat eine ganz andere Qualität, als zu sagen, hey ich habe mir das neue Produkt von X angeschaut, das ist richtig geil, weil … und ich empfehle es als Partner sind zwei Paar Schuhe!

Meine Empfehlung für dich zum Affiliate-Marketing

  • Wenn du noch nicht im Amazon-Partnerprogramm bist, dann beginn heute damit: https://partnernet.amazon.de
  • Schau dir sowohl die Menschen, die du als Affiliates annimmst und die, für die du als Affiliate auftreten willst und ihre Produkte und Dienstleistungen genau an.
  • Passt die Qualität? Passt die Zielgruppe? Passt das Branding?
  • Nur, wenn du dreimal ein hundertprozentiges Ja bekommst, dann mach den Deal.

Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinen Wegen und viel Freude mit einem vielleicht neuen Blick auf das Thema Affiliate-Marketing und denk immer dran:

Reden ist Silber, schreiben ist Gold. Daher:

Ran an die Tasten!

Tom, dein Buchmentor

Hier die Links, die ich im Podcast anspreche, und weiterführende Informationen, Tipps und Erfahrungsberichte rund um Bücher, eBooks und deinen Erfolg:

Hier kommst du zu den Tools und Ressourcen, die ich verwende (mit Affiliate-Links): https://mission-bestseller.com/tools-und-ressourcen

Hier geht’s zur InspiCon 2019: www.mission-bestseller.com/inspicon

Hier kommst du zu Thomas Mangolds Selbstmanagement-Plattform: www.mission-bestseller.com/selbstmanagement

Hier geht’s nach Mallorca: www.mission-bestseller.com/mallorca

Hier kommst du zum Mission Bestseller Club, der Self-Publishing-Community, die Tom leitet: www.mission-bestseller.com/mbc

Hier findest du Toms im Februar 2018 aktualisierten Buchmarketing-Ratgeber „Mission Bestseller – Ratgeber und Sachbücher erfolgreich vermarkten und verkaufen. Eine Anleitung“ als eBook und Taschenbuch auf Amazon: http://amzn.to/2ax8GcM

Hier kommst du zu meinem eBook: „In sechs Schritten zum Bestseller“ www.mission-bestseller.com/dein-buch

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