Storytelling? Schreiben ist Geschichten erzählen.

Es gibt Menschen, die wollen schreiben, eine Geschichte erzählen und glauben noch, das wäre schwierig und das kann auch stimmen, solange sie im WAS erzähle ich bleiben und sich noch nicht mit Wie schreibe ich beschäftigt haben.

Manchmal fragen sie sich und auch mich: Wie schreibe ich eine Geschichte, sodass die Menschen, die sie lesen, mitgehen.

Ich könnte die Frage auch so stellen: Wie erzähle ich eine spannende Geschichte?

Nachdem Menschen schon lange Geschichten schreiben und noch viel länger Geschichten erzählen, gibt es einen wunderbaren Erfahrungsschatz, auf den du beim Schreiben zugreifen kannst.

Für Menschen, die sich das noch nicht leicht und einfach vorstellen und genug haben, immer das gleiche zu tun;
Für Menschen, die schon fühlen, dass es da einfache und wirksame Wege gibt, biete ich ihnen meinen Blick und meine Erfahrung an.

Fürs Geschichten erzählen wähle ich ein Element aus, das in meiner Welt zentral ist: Die Struktur der Geschichte, ihr Aufbau.

Logo The Society of NLP - Richard Bandler

NLP = Neurolinguistisches Programmieren

  • Ja, du darfst dir ein konkretes, spezifisches Ziel setzen, ich arbeite da gerne mit dem Ziel-Modell von NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren).
  • Ja, du darfst die verschiedenen Wahrnehmungskanäle bedienen.
  • Ja, du darfst die unterschiedlichen Metaprogramme (mehr dazu hier auf Amazon) einbeziehen und ansprechen.

Das Wesentliche jeder guten Geschichte

Wesentlich bei jeder guten Geschichte, bei gutem Storytelling ist, dass sie die Leser und Leserinnen in bestimmte Zustände führt, mitnimmt.

Darin liegt ein wichtiger Schlüssel: Du als Schreiber, als Autor oder Autorin darfst selbst in diese Zustände gehen – wenn du schreibst (Und, ja: Das gilt auch und gerade für Ratgeber und Sachbücher).

Gute Bücher, Artikel, Texte holen den Leser, die Leserin in einem oder mehreren Gefühlszuständen ab und begleiten sie dann weg von diesen Zuständen hin zu anderen.

Das bedeutet für mich als Schriftsteller, als Autorin, dass ich mir zunächst überlegen darf, in welchem Zustand mein Zielpublikum ist, wenn es zu meinem Buch, ebook greift, meinen Blog besucht.

Als nächstes darf ich mich entscheiden, was der Zielzustand ist, in dem meine Leserinnen, meine Leser sind, sobald sie zu Ende gelesen haben.

Hier ist der richtige Platz, um eine Erfahrung einzufügen, die ich in meiner Arbeit in der Persönlichkeitsentwicklung, im High Performance Training, gesammelt und gelernt habe: um von A nach B zu kommen, brauchst du Zwischenschritte, damit dir deine Leser und Leserinnen folgen.

Falls du zum Beispiel mit einem Gefühl des Ärgers beginnst und zur Begeisterung willst, darfst du Zwischenschritte einbauen, wie etwa Ärger – Frustration – Neugierde – Vorfreude – Begeisterung.

Jede gute Geschichte, die du schreibst, hat genau die Funktion diese Zustände zu durchlaufen und bei einem – in meiner Welt 🙂 – gutem Zustand zu enden.

Sobald du dir große Romane, Erzählungen, Gedichte und wirklich gute „Sachbücher“ ansiehst, findest du diese Struktur überall – bewusst oder anders-als-bewusst eingesetzt.

Ein Meister des Storytellings

Ein Meister dieses Geschichtenerzählens, dieses Storytellings ist Richard Bandler, Mitbegründer von NLP, der immer noch NLP-Seminare in London gibt. Von ihm stammt auch der Namen, dieser (Erzähl)Technik: Chaining, auf deutsch Verkettung. Das steht für die gerade von mir beschriebene Technik, die einzelnen Zustände zu verketten.

Cover von Richard Bandlers Storytelling Meisterstück Die Abenteuer von Jedermann

Ein Meisterstück: Storytelling mit Chaining und Nested Loops – auf Amazon

Die hohe Schule dieser Form des Erzählens, des Storytellings ist es, mehrere Geschichten, die die gleichen Gefühlszustände enthalten, übereinander zu legen und so die verketteten Zustände immer wieder zu durchlaufen. Sobald du das tust, hast du die hohe Schule der Nested Loops (der verschachtelten Schleifen) gemeistert.

Zum Meistern gehört, wie in allen Lebensbereichen, die Übung = die praktische Anwendung. Sobald du beschlossen hast einen guten Blog, ein gutes Buch, ein gutes Gedicht zu schreiben, darfst du schreiben – und zwar oft und viel.

So werden die von mir beschriebenen Prozesse automatisiert, das heißt auf der anders-als-bewussten Ebene abgespeichert, und du wendest das fließend an.

Hervorragende Beispiele dafür sind zwei Bücher Richard Bandlers, die ich dir ans Herz lege: Die Abenteuer von Jedermann und Leitfaden zur Trance-formation. In den Abenteuern werden sie in Perfektion angewendet, im Leitfaden beschrieben.

Ja, ich wende Chaining und Nested Loops selbst an – in meinen Blogs, Büchern, im Buchmentoring und in Schreibtrainings.

Es ist wunderbar wie du merkst, wie viel Freiheit im Gestalten du dir geschenkt hast, indem du erkannt hast: auch Schreiben ist Struktur.

Und du?

Welche Erfahrung hast du mit strukturiertem Schreiben gemacht?

Womit beginnst du? Mit dem Ausgangszustand? Mit dem Zielzustand?

be wonderful!

Tom Oberbichler